Endlich Samstag
April 26, 2008 von Patrick
So, wieder eine Woche geschafft. Der Test am Donnerstag lief eigentlich verhältnismäßig gut, besonders wenn man bedenkt, dass ich für die 10 englischen Fachartikel effektiv nur 2 Tage zum lernen hatte. Ich schätze mal, dass ich von den zu erreichenden Punkten ca. 30/40 bekommen sollte. Hoffen wir das!
Heute habe ich dann noch mit meiner Gruppe die Präsentation in VK 1 Int. Finanzierung (=> Aktienfinanzierung) hinter mich gerbacht. Ich denke, dass unser Prof zufrieden war, er hat uns jedenfalls bei einigen Punkten gesondert gelobt.
Nun ist endlich Samstag, und ich darf vielleicht etwas entspannen. Allerdings muss ich für Montag noch Außenhandel VK 1 vorbereiten, da wir da Endtest haben. Und das darf ich auch nicht vermasseln, da ich in dem Kurs echt gute Chancen habe, eine 1 zu bekommen. Allerdings richtig lernen werde ich wahrscheinlich nur morgen können, heute bin ich einfach zu fertig, naja, vielleicht gehen sich nachher noch 2 - 3 Stunden aus.
Jetzt heißt es aber erstmal ausruhen!
Huch! Ein weisser Fleck in der Kommentar option! Das darf nicht sein. Da schmier ich lieber schnell was rein…
Hmmmm.
OK, hab’ schon.
Albert Hofmann (1906 - 200
war ein Schweizer Chemiker und und der Entdecker des LSD (LysergSäure Derivat). Hofmann wollte einen neuen Kreislaufstimulans entwickeln und synthetisierte 1938 verschiedene Amid-Derivate der Lysergsäure aus dem “Mutterkorn” Getreidepilz, darunter Diethylamid LSD-25. In Tierversuchen löste der Stoff Unruhe unter den Tieren aus, zeigte aber keine verwertbaren oder pharmakologisch interessanten Eigenschaften und wurde daher nicht weiter untersucht.
1943 entschied sich Hofmann dennoch, LSD noch einmal herzustellen. Während der Laborarbeit veranlasste plötzliche Unruhe und Unwohlsein ihn, seine Arbeit abzubrechen und heimzufahren. Zu Hause angekommen, hatte er bei geschlossenen Augen für ca. zwei Stunden intensive kaleidoskopartige, farbige Visionen. Vermutlich hatte er unbeabsichtigt und auf ungeklärte Weise eine Spur LSD aufgenommen.
Er entschied sich die Substanz mit der kleinsten für ihn denkbaren wirksamen Dosis im Selbstversuch zu testen und verfasste dabei dieses Protokoll:
16:20 Einnahme der Substanz
17:00 Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz.
Mit Velo nach Hause.
18 – ca. 20:00 schwerste Krise, siehe Spezialbericht:
Die letzten Worte konnte ich nur mit großer Mühe niederschreiben. […] die Veränderungen und Empfindungen waren von der gleichen Art [wie gestern], nur viel tiefgreifender. Ich konnte nur noch mit größter Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch informiert war, mich nach Hause zu begleiten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad […] nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren. [Zu Hause angelangt] wurden Schwindel und Ohnmachtsgefühl zeitweise so stark, daß ich mich nicht mehr aufrecht halten konnte und mich auf ein Sofa hinlegen mußte. Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. […] die vertrauten Gegenstände nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau […] war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige, heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. [...].“